Jungfreisinnige Kanton Bern | 30. Januar 2023
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Mit breiter Brust in den Wahlkampf

Die Jungfreisinnigen Kanton Bern haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 24. Januar die Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen nominiert. 24 jungliberale Talente aus dem ganzen Kanton wollen Verantwortung übernehmen und die freisinnigen Werte auf nationaler Ebene vertreten.
Mitgliederversammlung der Jungfreisinnigen Kanton Bern: Gemeinsam für eine bürgerliche Zukunft und eigene Freiheiten
Mitgliederversammlung der Jungfreisinnigen Kanton Bern: Gemeinsam für eine bürgerliche Zukunft und eigene FreiheitenFotos: Alexandra Schürch
Yannic Reber, Wahlkampfleiter JF Kanton Bern.
Yannic Reber, Wahlkampfleiter JF Kanton Bern.

«Der Freisinn startet mit viel Rückenwind in den Wahlkampf», sagt Yannic Reber, Wahlkampfleiter JFBE, zum Start seiner Präsentation über den Wahlkampf 2023. Über 40 freisinnige Jungpolitiker aus dem ganzen Kanton Bern sind nach Bern gekommen, um die Nationalratskandidierenden der Jungfreisinnigen Kanton Bern zu nominieren. Tobias Frehner, Präsident der Jungfreisinnigen Kanton Bern, ist begeistert: «Ich freue mich enorm, dass wir heute Abend eine so starke und diverse Liste ins Nationalratsrennen schicken können».

Tobias Frehner, Präsident Jungfreisinnige Kanton Bern.
Tobias Frehner, Präsident Jungfreisinnige Kanton Bern.

Damit beenden die Jungfreisinnigen Kanton Bern als «first mover» den Nominationsprozess noch vor der FDP und als erste Jungpartei im Kanton Bern. Die nächste Generation ist also keineswegs nur rot-grün orientiert, wie in den Medien oft suggeriert wird. Die Ereignisse in den vergangenen Jahren haben insbesondere auf bürgerlicher Seite viele junge Menschen nachdenklich gemacht und dazu bewegt, sich politisch für die Zukunft und die eigenen Freiheiten zu engagieren.

Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse, war der Gastgeber der Versammlung in den Räumlichkeiten der Hotellerie Suisse.
Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse, war der Gastgeber der Versammlung in den Räumlichkeiten der Hotellerie Suisse.
Die Nominierten

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Nationalratsliste wider, welche sich wie folgt präsentiert:

  • Abbühl Björn: Automatiker und Student Betriebsökonomie, 1998, Weissenburg
  • Aellen Gaëtan: Technologue en Denrées Alimentaires, 1994, Saint-Imier
  • Aeschlimann Marilène: Studentin Rechtswissenschaften und Vizepräsidentin JFBE, 2002, Bern
  • Arslan Ufuk: Versicherungsfachmann, 1997, Zollikofen
  • Beetschen Rafael: angehender Kaufmann, 2004, Köniz
  • Clavadetscher Annika: Medizinstudentin ETH, 2003, Langenthal
  • De Simone Gabrielle: Studentin, 1999, Biel/Bienne
  • Frehner Tobias: Corporate Journalist und Präsident JFBE, 2000, Bern
  • Haldimann Niklaus: BSc Betriebsökonomie und Podcast Host, 1998, Thun
  • Hensel Isabel: Rechtsanwältin, 1991, Wabern
  • Huber Morgaine: Studentin, 2004, Langenthal
  • Karatas Onur: IT System Engineer, 1995, Köniz
  • Kobrehel Matyas: CITIUS, Gründer und Meeting Director, 1996, Bern
  • Nguyen Andy: Gymnasiast, 2004, Köniz
  • Reber Yannic: Jungunternehmer und Student Betriebsökonomie FH, 1999, Bern
  • Reich Julien: Geschäftsführer von kreativreich und Berufsbildner für Raumausstattung, 1990, Muri b. Bern
  • Röthlisberger Nils: Student Wirtschaftswissenschaften, 2002, Langenthal
  • Schmid Annina: Juristin, 1998, Frutigen
  • Silva Costa Filipe: Ingenieur FH in Automation, 1990, Moutier
  • Skoko Lena: Dipl. Biomedizinische Analytikerin HF und Co-Präsidentin JF-Stadt Bern, 1996, Bern
  • Steffen Loris: Student Rechtswissenschaften und juristischer Mitarbeiter, 1999, Thörishaus
  • Steinmann Jason: Gymnasiast, 2005, Ittigen
  • Strub Judith-Claire: Studentin BWL und Stv. Geschäftsleitung Strub + Blaser AG, 1998, Busswil bei Büren
  • Zihlmann Raphaela: Personalentwicklerin, 1997, Matten bei Interlaken

Gruppenfoto mit allen nominierten Kandidatinnen und Kandidaten der Jungfreisinnigen Kanton Bern für die Nationalratswahlen 2023.
Gruppenfoto mit allen nominierten Kandidatinnen und Kandidaten der Jungfreisinnigen Kanton Bern für die Nationalratswahlen 2023.

Die Jungfreisinnigen Kanton Bern sind überzeugt, dass mit dieser diversen und ausgewogenen Liste von jungen Talenten aus verschiedenen Regionen eine hervorragende Ausgangslage für ein gutes Resultat geschaffen wurde. Der Wahlausschuss unter der Führung von Kampagnenleiter Yannic Reber nimmt nun seine Arbeit mit grosser Entschlossenheit auf. Die Zielsetzung ist klar: Die Jungfreisinnigen Kanton Bern wollen die rote Laterne an eine andere Jungpartei abgeben und einen Wähleranteil von insgesamt einem Prozent erreichen.

Claudine Esseiva, Grossrätin FDP Bern, hielt das Inputreferat.
Claudine Esseiva, Grossrätin FDP Bern, hielt das Inputreferat.

An diesem Abend ist deutlich zu spüren, dass die Nachwuchsabteilung der kantonalen FDP floriert und endlich in den Wahlkampf einsteigen will. Dementsprechend stark werden die anwesenden Mitglieder auch auf den Wahlkampf eingeschworen. «Liberale und freisinnige Lösungen sind heute gefragt. Es ist das Erfolgsmodell unserer Politik und bildet die Grundpfeiler, auf dem unser Land aufgebaut ist», sagt etwa Reber in seiner Rede. Für Ideologien und starke Richtungswechsel – von Links bis Rechts – habe es in der Schweizer Politlandschaft nur wenig Platz.

Am Ende der Fahnenstange hat jede Dienstleistung des Staates ein Preisschild. Denn der Staat besitzt kein eigenes Geld und so zahlt die Rechnung für die staatlichen Leistungen schlussendlich in den meisten Fällen der Mittelstand über eine saftige Steuerrechnung. Leider wurde der Ruf nach dem Staat in den vergangenen beiden Pandemiejahren nicht etwa kleiner, sondern immer noch grösser. So forderten beispielsweise einige Skigebiete aufgrund des Schneemangels im Dezember bereits wieder staatliche Unterstützung, obwohl diese Situation klar in die Sparte unternehmerisches Risiko gehört. Es gibt viele weitere grosse Herausforderungen, welche von der linken Seite mit dem immer gleichen Rezept angegangen werden sollen: Mehr Staat, mehr Regulierung und mehr Beamte.

Deshalb sind nun freisinnige und liberale Ansätze gefragt. So zum Beispiel für die Sicherung der Altersvorsorge. Während diese heisse Kartoffel im Bundeshaus jahrzehntelang hin und her geschoben wurde, hat die nächste Generation das Heft selbstständig in die Hand genommen und die Renteninitiative auf die Beine gestellt. Diese sieht vor, dass in einem ersten Schritt das Rentenalter der Frauen bis 2032 gleich hoch ist, wie das der Männer. Das Rentenalter für Frauen soll pro Jahr um zwei Monate stärker erhöht werden als dasjenige der Männer. So wird die heutige Ungleichbehandlung der Geschlechter bis 2032 behoben sein.

In einem zweiten Schritt braucht es das Rentenalter 66 bis 2032. Die Schweiz hat es bisher verpasst, strukturelle Reformen umzusetzen. Fast alle anderen westeuropäischen Länder haben dies getan und erhöhen das Rentenalter bis 2030 auf 67 bis 68 Jahre, um ihre Altersvorsorge zu sichern. Die Initiative geht nicht ganz so weit: Mit einer Erhöhung des Rentenalters um zwei Monate pro Jahr holt sie aber Verpasstes nach und die Schweiz erreicht das Rentenalter 66 bis 2032.

In einem dritten Schritt soll das Rentenalter mit der Lebenserwartung verknüpft werden. Die Menschen in der Schweiz leben immer länger. Aus diesem Grund müssen wir auch ein wenig länger arbeiten, damit die AHV nachhaltig finanziert bleibt. Viele westeuropäische Länder haben deswegen das Rentenalter mit der Lebenserwartung verknüpft. Das Rentenalter steigt so zum Beispiel in Holland, Dänemark oder Italien auf über 70 Jahre bis 2050. Auch hier geht die Initiative nicht ganz so weit. Mit der Lösung der Jungfreisinnigen wird das Rentenalter um ungefähr einen Monat pro Jahr ansteigen und 2050 zirka 67,5 Jahre betragen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Mitgliederversammlung der Jungfreisinnigen Kanton Bern

Tobias Frehner (links), Präsident JF Kanton Bern und Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse.
Tobias Frehner (links), Präsident JF Kanton Bern und Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse.
Aaron Fuhrer (links), kaufmännischer Angestellter in Ausbildung und Leo Zehnder, Student.
Aaron Fuhrer (links), kaufmännischer Angestellter in Ausbildung und Leo Zehnder, Student.
Andreas Wyss, Präsident FDP Emmental und Claudine Esseiva, Grossrätin FDP Bern.
Andreas Wyss, Präsident FDP Emmental und Claudine Esseiva, Grossrätin FDP Bern.
Onur Karatas, IT, Niklaus Haldimann, Events, Andrin Soppelsa, JF-Academy und Jason Steinmann, Community Manager (vlnr).
Onur Karatas, IT, Niklaus Haldimann, Events, Andrin Soppelsa, JF-Academy und Jason Steinmann, Community Manager (vlnr).
Björn Abbühl (links), Co-Präsident JF BEO und Filipe Silva Costa, Automations-Ingenieur.
Björn Abbühl (links), Co-Präsident JF BEO und Filipe Silva Costa, Automations-Ingenieur.
Jonas Lüthy, Student, Lena Skoko, Co-Präsidentin JF Bern und Cosimo Seiler, Co-Präsident JF BEO (vlnr).
Jonas Lüthy, Student, Lena Skoko, Co-Präsidentin JF Bern und Cosimo Seiler, Co-Präsident JF BEO (vlnr).
Yannic Reber (links), Wahlkampfleiter JF Kanton Bern und Julian Reich, Präsident JF Muri-Gümligen.
Yannic Reber (links), Wahlkampfleiter JF Kanton Bern und Julian Reich, Präsident JF Muri-Gümligen.
Alle Jungfreisinnige Stadt Bern: Ufuk Arslan, Vorstand, Loris Urwyler, Co-Präsident und Yann Fauconnet, Mitglied (vlnr).
Alle Jungfreisinnige Stadt Bern: Ufuk Arslan, Vorstand, Loris Urwyler, Co-Präsident und Yann Fauconnet, Mitglied (vlnr).
Claudine Esseiva, Inhaberin ComCoeur, Ufuk Arslan, Vorstand JF Stadt Bern und Onur Karatas, IT-Verantwortlicher JF Kanton Bern (vlnr).
Claudine Esseiva, Inhaberin ComCoeur, Ufuk Arslan, Vorstand JF Stadt Bern und Onur Karatas, IT-Verantwortlicher JF Kanton Bern (vlnr).
Loris Steffen, Student, Valentine Eze, Lernender Detailhandel und Alessio Fiorante, Lernender Informatik(vlnr).
Loris Steffen, Student, Valentine Eze, Lernender Detailhandel und Alessio Fiorante, Lernender Informatik(vlnr).
Nicole Sejk (links), Nationalratskandidatin FDP und Marilène Aeschlimann, Vizepräsidentin JF Kanton Bern.
Nicole Sejk (links), Nationalratskandidatin FDP und Marilène Aeschlimann, Vizepräsidentin JF Kanton Bern.
Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse und Semi Mordasini, Gemmologin.
Claude Meier, Direktor Hotellerie Suisse und Semi Mordasini, Gemmologin.
Andreas Wyss (links), Präsident FDP Emmental und Winston Beck, Schüler.
Andreas Wyss (links), Präsident FDP Emmental und Winston Beck, Schüler.
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