
Das überparteiliche Wahlpodium im Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken wurde von der FDP Berner Oberland als Teil ihres Kreisparteitages organisiert, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Der Präsident der FDP Kreispartei Berner Oberland Mathias Siegenthaler übernahm die Begrüssung und leitete dann auch das Podium. Grussworte richteten die FDP-Vizepräsidentin Alessandra Gianella und FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen an die Anwesenden.
Die Einführung in die Thematik übernahm im ersten Teil der Veranstaltung Dr. Martin Föhse. Der ehemalige Leiter des Rechtdiensts im Bundesamt für Energie ist heute Dozent an der Hochschule St. Gallen für Bau- und Planungsrecht. Seine Ausführungen zeigten das Dilemma, dem sich Politik und Gesellschaft stellen müssen. Die Energieversorgung muss sich im Spannungsfeld zwischen Natur und Wirtschaft einfügen, die Politik muss für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen.


Die Teilnehmenden waren sich über die Parteigrenzen hinweg in vielen Punkten einig. Es sei an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Für den Einzelnen gehe es darum, den persönlichen Energieverbrauch zu reduzieren: Die nicht verbrauchte Energie sei das beste Mittel, um die Energiestrategie umzusetzen und die Versorgungssicherheit längerfristig zu garantieren. In der Politik gehe es darum, bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober Personen ins Parlament zu wählen, die gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen und die Energiepolitik konstruktiv mitzugestalten.
Als eine wichtige Gelingensbedingung einer erfolgreichen Energiepolitik formulierten die Teilnehmenden eine gute Bildung. Es könne nicht angehen, dass die Bemühungen im Zuge der Energiestrategie am Fachkräftemangel zu scheitern drohen.

Je nach politischem oder persönlichem Hintergrund äusserten sich die Podiumsteilnehmenden aber in Detailfragen unterschiedlich. So war für die Tessinerin Alessandra Gianella klar, dass die Energieversorgung der Schweiz zwingend in Zusammenarbeit mit dem Ausland realisiert werden muss und es deshalb dringend das europäische Abkommen braucht. Für Unternehmer Peter Flück sollte vermehrt bei den Gebäudesanierungen und der Energietechnik angesetzt werden. Und Sandra Hess betonte als amtierende Stadtpräsidentin von Nidau, dass Veränderungen nur mit einer umfassenden Information der Bevölkerung die nötige Akzeptanz erhalten würden.

